Eine Reisegesellschaft
Viele Menschen in unserer heutigen Gesellschaft kann man vergleichen mit
Reisenden in einem Zug. Sie sitzen in angenehmen Sesseln in einem schönen,
durch eine Klimaanlage gut temperierten Zugabteil, es ist dort nicht zu warm
und nicht zu kalt und die Landschaft saust vorüber. Man kann sich ausruhen
oder angenehm unterhalten, etwas lesen oder mit seinem Laptop, Tablet oder
Smartphone spielen, Musik hören, ins Internet gehen oder auch telefonieren.
Manchmal geht man in den Speisewagen, um sich zu stärken oder nur mal
einen Kaffee oder ein Bier zu trinken. Alles in allem freut man sich, gut versorgt
zu sein und sich wohlzufühlen. Alles scheint in Ordnung zu sein.
Eines aber ist nicht in Ordnung – der Zug fährt in die falsche Richtung!
Manche der Reisenden ahnen das irgendwie oder wissen es sogar. Sie haben
dabei ein ungutes Gefühl und machen sich darüber so ihre Gedanken. Aber
wenn sie daran denken, dass sie bei der nächsten Station aussteigen müßten,
um den Gegenzug zu nehmen, gefällt ihnen das nicht. Bei dem Gegenzug soll es sich, dem Vernehmen nach, um einen alten Bummelzug mit harten
Sitzbänken handeln, ohne Speisewagen, ohne Klimaanlage und ohne WLAN.
Auch die Heizung soll nicht ganz zuverlässig sein und gelegentlich ausfallen.
Um frische Luft zu bekommen, muß man die Seitenscheiben runterlassen,
was einen unangenehmen Durchzug bewirkt. Alles sehr unkomfortabel. Einige
bekommen nun leichte Kopfschmerzen, und einigen wird bei diesem Gedanken
sogar übel. Sie müßten dann möglicherweise aussteigen und auf einem
unfreundlichen, möglicherweise kalten und windigen Bahnsteig irgendwo,
vielleicht sogar im Regen, für längere Zeit auf diesen Gegenzug warten und
sich bis dahin, wohl oder übel, irgendwie die Zeit vertreiben. Einen Warteraum
oder ein Bahnhofsrestaurant soll es da auch nicht geben. Das alles gefällt
den meisten aber gar nicht und so verwerfen sie diesen Gedanken und fahren
lieber weiter, denn das, was sie jetzt haben, ist bequem, angenehm und komfortabel.
„Warum soll ich mir den Kopf zerbrechen über Gott und so? Mir
geht es gut. Das genügt mir. Alles Weitere wird sich finden…“ Der Zug in die Gegenrichtung – das ist die Richtung hin auf Gott – ist gewissermaßen
die zentrale Botschaft der Bibel. Sie lautet, daß jeder Mensch
und die Gemeinschaft der Menschen insgesamt von Gott, dem Schöpfer jedes
einzelnen Menschen und des gesamten Universums, durch Sünde getrennt
wurde.
„Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.“ (Römer 3:23)
Um diese Trennung aufzuheben, bedarf jeder Mensch der Errettung, d.h. der
Erlösung von seinen Sünden, denn „Gott will, dass alle Menschen gerettet
werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1. Tim 2:4).
Gott hat in seiner Gnade diese Erlösung in Gestalt seines Sohnes Jesus und
dessen Opfertodes am Kreuz jedem Menschen angeboten und bietet sie auch
heute noch an. Die Erlösung beinhaltet Befreiung von allen Sünden und die
Verheißung ewigen Lebens in der Gemeinschaft mit Gott, mit seinen Engeln
und allen geretteten Menschen. Es liegt nun an der Entscheidung jedes Einzelnen,
diesem Plan Gottes zu vertrauen, das Geschenk der Erlösung anzunehmen,
an Jesus, den Sohn Gottes und an seine Lehre im „Neuen Testament“
zu glauben und ihm im weiteren Lebensvollzug nachzufolgen und ihm in
allem zu vertrauen.